Warum ich nicht gendere - und es auch nicht vorhabe
Warum ich nicht gendere - und es auch nicht vorhabe.
Die deutsche Sprache hat mich nie diskriminiert. Sie hat mir Worte gegeben, um zu denken, zu streiten, zu träumen. Sie ist präzise, reich und gewachsen über Jahrhunderte. Und jetzt soll ich sie verhunzen mit Sternchen, Doppelpunkten und Sprechpausen, die sich anfühlen wie ein Schluckauf? Nein, danke. Ich gendere nicht. Nicht aus Böswilligkeit, nicht aus Gleichgültigkeit – sondern weil ich überzeugt bin, dass es falsch ist. Sprachlich, demokratisch und praktisch. Die Sprache gehört allen Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat es klar formuliert: Genderzeichen wie das Sternchen oder der Doppelpunkt entsprechen nicht den Regeln der deutschen Rechtschreibung. Der Rat für deutsche Rechtschreibung – das offizielle Gremium für die deutsche Schriftsprache – lehnt sie ab. Es sind keine Nischen-Meinungen von Ewiggestrigen. Es ist der Stand der Wissenschaft. Wer trotzdem Gendersprache zur Pflicht macht – in Behörden, Schulen, Universitäten – der zwingt Menschen, eine Schreibweise zu verwenden, die nicht normiert, nicht barrierefrei und für viele schlicht unverständlich ist. Das ist keine Förderung von Gleichberechtigung. Das ist Bevormundung. Das generische Maskulinum ist kein Angriff Wenn ich „Leser" schreibe, meine ich alle, die lesen. Das weiß jeder. Studien zeigen, dass Menschen beim generischen Maskulinum sehr wohl Frauen mitdenken. Die Sprache funktioniert. Sie braucht keine Reparatur, die niemand bestellt hat. Gleichberechtigung entsteht durch gleiche Chancen, gleiche Löhne, gleiche Rechte – nicht durch einen Doppelpunkt mitten im Wort. Meine Entscheidung Dieser Blog ist auf Deutsch geschrieben. Echtem Deutsch. Ich respektiere jeden Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Überzeugung. Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich meine Sprache zu benutzen habe. Wer anderer Meinung ist – herzlich willkommen in den Kommentaren. Gute Argumente lese ich immer gern. Auch ohne Sternchen. 😃